Die Deutsche Suchthilfestatistik (DSHS)

Die DSHS ist ein nationales Dokumentations- und Monitoringsystem im Bereich der Suchthilfe in Deutschland.
Als Dokumentationssystem hat die Deutsche Suchthilfestatistik die Aufgabe jene Daten, die in allen an der DSHS teilnehmenden Einrichtungen dokumentiert werden, zusammenzufassen, zu archivieren und hinsichtlich der Kernaussagen zu analysieren. Als Monitoringsystem hat die Deutsche Suchthilfestatistik (DSHS) die Aufgabe, wichtige Veränderungen im Bereich der Suchthilfe, sowohl der behandelten Population oder der Behandlung selbst, kenntlich zu machen und in entsprechender Form der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Datenschutz und Aggregation

Nicht zuletzt aufgrund der Brisanz der Materie, werden im Rahmen der Deutschen Suchthilfestatistik lediglich aggregierte Daten veröffentlicht, wobei höchste Datenschutz- und Sicherheitsstandards zur Anwendung kommen, sodass zu keinem Zeitpunkt den Daten verarbeitenden Institutionen personenbezogene Daten vorliegen (außer der behandelnden Einrichtung selbst). Unter aggregierten Daten werden Daten verstanden, die nur noch Mittelwerte oder zusammenfassende Statistiken über ganze Gruppen von Personen beinhalten (z.B. Bundesländer, Einrichtungstypen, Geschlechter, Altersgruppen, einzelne Einrichtungen). Durch die Aggregation der Daten kann sicher gestellt werden, dass kein Rückschluss auf einzelne Individuen gezogen werden kann.

Weitere Anwendungsbereiche der Daten der DSHS

Durch die große Flächendeckung der DSHS in Deutschland, d.h. der hohen Abdeckungsrate aller Einrichtungen in der Suchthilfe, haben die Daten in Deutschland eine besonders hohe Qualität. Durch die zum Teil intensiv durchgeführte Falldokumentation auf Basis des internationalen Klassifikationssystem ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stehen der DSHS auch Daten zu substanzbezogenen und anderen psychiatrischen und medizinischen Komorbiditäten (Beierkrankungen) zur Verfügung. Mithilfe moderner statistischer und epidemiologischer Methoden besteht zudem die Möglichkeit auf Basis der sich in Behandlung befindlichen Personen Rückschlüsse auf die Gesamtpopulation (d.h. die Prävalenz) von Personen zu schließen, die von Substanzbezogenen Störungen betroffen sind.

Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht

Der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD / EMCDDA) werden durch die DSHS jährlich u.a. Daten zum Treatment Demand Indicator (TDI) geliefert.

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